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[Beitrag vom 03.07.2024]

Medientipps für die Zukunft:
Wiedemar fehlen die Einnahmen – trotz Großansiedlungen: Woran liegt das?

Die Gemeinde Wiedemar muss ihre Steuereinnahmenprognose für das Jahr 2024 nach unten korrigieren – dies berichtet die Leipziger Volkszeitung am 3. Juli 2024. Statt geplanter 4,8 Millionen Euro an Gewerbesteuern sei dieses Jahr nur mit 3,7 Millionen Euro zu rechnen.

Der Grund: Gewerbesteuern werden immer im Voraus auf Basis von Gewinnschätzungen der Vorjahre gezahlt. Durch die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage sind auch die in Wiedemar ansässigen Unternehmen von Gewinneinbußen betroffen. Insgesamt sei die wirtschaftliche Lage in Nordsachsen jedoch positiv. Die IHK Leipzig meint dazu, dass Gewerbesteuern von Unternehmen immer wieder schwanken – dies sei nichts Ungewöhnliches.

In kleinen Gemeinden wie Wiedemar können diese Schwankungen jedoch zu Schwierigkeiten in der Haushaltsplanung führen. Wiedemar habe mit einem Nachtragshaushalt sowie Rücklagen die Lücke bisher schließen können, meint Bürgermeister Steve Ganzer. Er betont aber, dass nun auch Einsparpotenziale geprüft werden müssten. Dies zeigt: Ein weiterer Ausbau der wirtschaftlichen Diversität – inklusive großer Investoren aus zukunftsorientierten Branchen – ist für Gemeinden wie Wiedemar unumgänglich, um den kommunalen Haushalt langfristig zu stabilisieren bzw. noch mehr finanziellen Spielraum zu eröffnen. Denn mit dem Haushalt wird die soziale, verkehrliche und medizinische Infrastruktur ausgebaut und instandgehalten.

Ein Hinweis zur Überschrift des Artikels: Die Formulierung lenkt in eine falsche Richtung, da es sich bei den erwähnten Großansiedlungen zum einen nur um kleinere Ansiedlungen (Schnellladepark für E-Autos sowie eine Spedition) handelt. Zum anderen haben diese Unternehmen ihre Niederlassungen in Wiedemar noch gar nicht eröffnet – sie können demnach noch keine Gewerbesteuern abführen.

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