ZUKUNFTSFORUM #1: Gemeinsam Wiedemar gestalten

Gespräche, Informationen und neue Klarheiten für die Zukunftsregion Wiedemar

Um sich gemeinsam ein klares Bild von den Planungsunterlagen für das Industrievorsorgegebiet in Wiedemar und dem Vorhaben insgesamt zu machen, lud die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen am 6. September 2023 zum ZUKUNFTSFORUM ins Begegnungszentrum Zwochau ein. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten sich ein eigenes Bild machen und sind der Einladung gefolgt. Transparente Informationen und konstruktiver Dialog waren Ziel und Motto der Veranstaltung. Los ging es mit Grußworten und der Betonung der Wichtigkeit des Industrievorsorgegebiets für den Freistaat. 

Veranstaltungsbericht

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Wiedemar als idealer Standort mit Zukunft

Bürgermeister Steve Ganzer freute sich über so viele Bürgerinnen und Bürger und zeigte noch einmal den aktuellen Stand des Verfahrens auf. Das Ziel des Bebauungsplans sei, die Region fit für die Zukunft zu machen und für neue Anfragen nach Ansiedlungen bereit zu sein. Dass das nur gemeinsam im Dialog und mit einer breiten Unterstützung in der Bevölkerung funktioniert, dafür stehe er ein. Diese Veranstaltung bildete dafür den Auftakt – offen für Anregungen und klar in den Fakten. Bereits über 400 schriftliche Stellungnahmen zum Vorentwurf des Bebauungsplanes waren bereits eingegangen, die direkt im Entscheidungsprozess bewertet wurden. 

Dass der Standort Wiedemar in den Strategien des Freistaates Sachsen eine besondere Rolle spielt, betonte Dirk Diedrichs, der als Beauftragter für Großansiedlungen die möglichen Flächen in ganz Sachsen im Blick hat.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir Unternehmen der Zukunftstechnologien anziehen. Diese sind ständig auf der Suche nach großen Flächen mit optimaler Anbindung.
Dirk Diedrichs, Beauftragter für Großansiedlungen im Freistaat Sachsen

Der diskutierte Standort in Wiedemar sei dafür ideal und eine der wenigen verbliebenen Optionen im Freistaat. Das ergab ein sorgfältiger Auswahlprozess, der die verkehrliche Erschließung, die Verfügbarkeit von Fachkräften und die Flächenbeschaffenheit betrachtete. Sachsen ist sehr attraktiv für Hochtechnologie-Unternehmen, die in der Mikroelektronik, E-Mobilität oder anderen Branchen tätig sind. Und weitere Unternehmen wollen kommen, das zeigen auch deren Anfragen – sie lassen sich dann aus Mangel an Optionen woanders nieder. Bei einer kommenden Ansiedlung stehen Unternehmen der Spitzentechnologie im Fokus, die attraktive Arbeitsplätze auch mit einer Planungssicherheit von 20 Jahren oder mehr bieten. In Zeiten, wo die Unabhängigkeit von unsicheren Lieferketten oder politisch instabilen Weltmärkten immer wichtiger wird, will der Freistaat so Wachstum ermöglichen und Wohlstand sichern 

Das Verfahren kurz erklärt 

Eric Toussaint, der federführend in der Erstellung des Bebauungsplanes bei der Leipziger ICL Ingenieur Consult GmbH ist, stellte kurz die wichtigsten Punkte der Planungen vor. Er erklärte das aktuelle Verfahren, das vor allem eine frühzeitige und aktuell auch formelle Beteiligung ermöglicht. Nach dem Vorentwurf beschloss der Gemeinderat die Erarbeitung eines umfangreichen Bebauungsplans, der nun seit dem 21. August 2023 offenliegt. Dabei betonte Toussaint, dass diese Veranstaltung der Information und dem Austausch diene. Anregungen werden auch hier viele mitgenommen, jedoch erfolgt die offizielle Beteiligung über das Bürgerportal des Freistaates Sachsen. Diese Stellungnahmen* werden gesammelt und auf ihre Auswirkungen auf das Verfahren geprüft.

Das sind sehr viele Informationen, die wir so gut wie möglich verständlich machen wollen, damit sich jeder ein klares Bild von den Plänen machen und sich im Beteiligungsverfahren einbringen kann.
– Eric Toussaint, Geschäftsbereichsleiter für Stadtentwicklung und Städtebau, ICL Ingenieur Consult GmbH

*Stellungnahmen können während der Dauer der Veröffentlichungsfrist abgegeben werden. Stellungnahmen sollen elektronisch per E-Mail an bauamt@wiedemar.de übermittelt werden. Bei Bedarf können sie aber auch auf anderem Wege abgegeben werden, z.B. schriftlich per Post oder mündlich zur Niederschrift während der Dienstzeiten im Bauamt der Gemeinde Wiedemar. Außerdem ist die Abgabe der Stellungnahme z.B. durch Fax oder in sonstiger Weise möglich.

Die Zukunft des Ostens

Der Institutsleiter des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie Priv.-Doz. Dr. Christian Growitsch ergänzte mit Daten aus einer groß angelegten Studie seines Institutes, dass der Osten von Schlüsseltechnologien profitieren kann. Dort, wo forschungsintensive Innovation stattfindet, wächst auch die Wirtschaft. Welche Branchen können das sein? Das Wirtschaftscluster Optik ist bereits stark in Mitteldeutschland. Andere Zukunftsbranchen bilden die Life Sciences/ Biotechnologie, Künstliche Intelligenz oder die Wasserstofftechnologie.

Für einen Zukunftsstandort brauche man Unternehmertum und Platz zur Gestaltung. Die Nähe zur Wissenschaft sei entscheidend, denn in Ostdeutschland gibt es wenig Konzernzentralen mit eigenen Forschungsabteilungen. Eine direkte Anbindung an externe Forschung, wie man sie hier in der Region findet, ist daher sehr attraktiv. Will man attraktive Arbeitsplätze schaffen und im weltweiten Wettbewerb mitspielen, braucht man vor allem große Flächen und gute Infrastruktur. Das Interessante hier in der Region sei, dass es diese Flächen noch gebe.  

Der Trend geht dahin, dass Unternehmen aus dem Hightech-Sektor große Flächen zur Ansiedlung suchen. Diese Angebote sollte man proaktiv vorbereiten und erschließen, um auf Anfragen rechtzeitig reagieren zu können.
Priv.-Doz. Dr. Christian Growitsch, Institutsleiter des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie

In die Details einsteigen :
Fünf Themen, fünf Tische

An den fünf Thementischen ging es ins Detail. Welche Auswirkungen kann ein Industrievorsorgebiet auf meine Nachbarschaft haben? Wie funktioniert der Flächenausgleich? Habe ich mehr Verkehr zu befürchten? Wie werden Umwelt und Natur geschützt? Dafür standen fünf Experten Rede und Antwort. 

 

Die Frage, wie der Verkehr geregelt wird, ist zentral und wurde entsprechend an dem Thementisch intensiv ausgeführt. Eric Toussaint von der ICL stand hier als Experte Rede und Antwort und zeigte sich erfreut, dass viele Teilnehmende die Fakten in den Planungsunterlagen noch einmal nachgerechnet haben und Detailfragen stellten. Warum ist eine Ampelkreuzung manchmal besser geeignet, Verkehrsströme zu regeln als ein Kreisverkehr? Über diese und viele andere Fragen entwickelte sich eine fachliche, aber auch lebensnahe Fragerunde.  

Ein so großes Industrievorsorgegebiet bringt potentiell viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die täglich zur Arbeit fahren. Zusätzlich müssen je nach Branche unterschiedlich viel Material und Güter transportiert werden. Die Nähe zu den Bundesautobahnen A 9 und A 14 bringe grundsätzliche Vorteile, betonte Experte Eric Toussaint. So komme man mit kurzen Wegen zu den zentralen Verkehrsachsen. Bleibt die sogenannte letzte Meile. Bei den Arbeitnehmenden setzt man hier verstärkt auf die öffentlichen Verkehrsmittel, deren Anbindung stark verbessert werden soll. Besser ausgebaute S-Bahn-Stationen mit angebundenen Bus-Shuttles direkt in das Industriegebiet oder mit dem Fahrrad von der S-Bahn über neue Radwege zur Arbeit – so könnte eine Lösung aussehen. Davon profitiert auch die gesamte Region.

Klar ist jedoch auch, dass das bestehende Verkehrsnetz weiter ausgebaut werden muss. Um die umliegenden Ortschaften zu entlasten, ist eine Ortsumfahrung Storkwitz Teil der Planungen. Ebenso gibt es detaillierte Entwürfe, dass die Hauptzufahrten für Güter und Material mit Brücken oder Unterführungen die vorhandenen Straßen nicht stören. Auch dort, wo die Knotenpunkte nach den Berechnungen aktuell leistungsfähig genug sind, kam die Frage auf: Was passiert, wenn in den Spitzenzeiten doch Staus entstehen? Ein separater Gleisanschluss für das Industriegebiet war ebenfalls Thema. Als offizielle Stellungnahmen über das Bürgerbeteiligungsportal werden solche Anregungen geprüft und mit in die Überlegungen einbezogen. 

 

Wir wollen den Verkehr klimaschonend und zukunftsweisend weg vom Auto gestalten. Neue Anregungen, auch hier aus der Runde, fließen dabei ständig mit ein. Denn wir wollen ja wissen, was wirklich vor Ort gebraucht wird.“



Licht, Schall, Luft – Industrie verursacht je nach Branche eine Menge Emissionen. Die Zeit der rauchenden Schlote ist jedoch definitiv vorbei, wie der Experte Marco Spatz von der ICL deutlich machte. Vorab klärte er, was eigentlich der Unterschied zwischen Immissionen und Emissionen ist. Emissionen sind die Mengen an Abgasen, Schall oder Licht, die zum Beispiel ein Industriegebiet oder ein bestimmter Betrieb ausstößt. Immissionen dagegen sind alle Einflüsse, die zum Beispiel auf eine Ortschaft konkret einwirken. Als Summe aller Einflüsse ist die Menge der Immissionen auf einen Ort also die entscheidende Größe, denn es kommt letztlich darauf an, was bei den Menschen ankommt.

Wie lief aber die Bewertung? Ein zertifizierter Gutachter hat in allen anliegenden Ortschaften Messungen vorgenommen. Wie viel Schall maximal hier noch einwirken darf, um die gesetzlichen Werte einzuhalten, ist in einem umfangreichen Gutachten festgehalten. Und diese Werte sind sehr niedrig gewählt. Es gibt Grenzwerte, die für Wohngebiete gelten und nicht überschritten werden dürfen und die in der Praxis von den Behörden streng kontrolliert und Verstöße sanktioniert werden. Damit definiert man mit auch die Art der Industrie, die überhaupt kommen kann. In jedem Fall wird Schallschutz dafür sorgen, dass keine Beeinträchtigung entsteht.

Das gilt auch für den möglichen Verkehrslärm. Generell herrschte beim Thema Schall das größte Interesse, aber auch hier ist Hochtechnologie per se besser aufgestellt, betonte Spatz.

Beim Thema Licht gibt es überraschenderweise noch keine klaren gesetzlichen Regelungen. Daher hat man im Bebauungsplan eigene, sehr strenge Regeln, aufgestellt. In einem modernen Industriegebiet werden Sensoren eingesetzt, um Beleuchtung nur dort einzuschalten und eingeschaltet zu lassen, wie Licht an dieser Stelle auch tatsächlich benötigt wird. Und mit LED-Technologie kann man das Lichtspektrum so steuern, dass es bestimmte Tiere nicht stört. LEDs werden übrigens auch deshalb genutzt, weil sie die Energiekosten erheblich senken. Im Bebauungsplan ist außerdem festgeschrieben, dass zum Beispiel helle Werbetafeln oder wechselnde Lichtbanner nicht erlaubt sind. 

Was passiert bei einem Unfall, der nie ganz auszuschließen ist? Dafür muss man Abstände zu den Ortschaften einhalten, die dafür sorgen, dass selbst im schlimmsten Fall für die Ortschaften keine Gefahr besteht. Dafür gibt es für jede Branche Abstandsvorschriften. Ist dieser Abstand zur Ortschaft nicht zu gewährleisten, kann diese Industrie sich nicht ansiedeln. Das gilt in Wiedemar zum Beispiel für die Mineralölindustrie, die aus verschiedenen Gründen ausgeschlossen wird. So große Abstände zwischen Wohnen und Industrie wie im vorliegenden Plan gibt es sehr selten bei solchen Vorhaben, betonte Spatz. 

Der Immissionsschutz steht ganz oben. Wir haben in den Planungen sehr strenge Grenzwerte aufgestellt, die die Industrie zur Nachhaltigkeit verpflichten.



Die Umwelt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, ist Gesetzgebung und moralische Pflicht, betonte Umweltexperte Norbert Bischoff vom Planungsbüro Bischoff & Heß. Wichtig sei bei der Betrachtung, das Gebiet nicht als Insel zu betrachten, sondern auch die Auswirkungen bei Verkehr und anderen umliegenden Flächen genauso mit einzubeziehen. Die Schutzgüter Mensch, Tier, Natur, Luft oder Wasser müssen immer im Zusammenhang und im Ausgleich der Interessen gesehen werden. Zum Beispiel gebe es auf dem geplanten Gebiet keine geschützten Arten, jedoch werden auch die angrenzenden Wälder und Felder betrachtet, um hier brütende Vögel nicht zu beeinträchtigen.

Für die Bodenumwandlung und die hier lebenden Tiere wird es umfangreiche Ausgleichsflächen geben, mehr als das Gebiet selbst. Hier müssen einige genaue Gebiete noch definiert werden, wobei die Flächennutzung im sächsischen Zusammenhang gesehen werden sollte. Der weite Blick auf die Gesamtbilanz zwischen Natur, Industrie und Wohnen sei hier entscheidend, betonte Bischoff.  

Neben Ausgleichsflächen wird auch das Gebiet selbst so grün wie möglich gestaltet. Allein auf dem Industrievorsorgegebiet selbst werden über 3.000 Bäume neu gepflanzt werden. Wie klimagerechtes Bauen mit begrünten Dächern und Frischluftschneisen aussehen kann, erläuterte Norbert Bischoff und zeichnete damit auch ein Bild, wie Umweltschutz und Industrie in Einklang gebracht werden können.  

Umweltschutz ist Gesetzgebung und moralische Pflicht. Umfassende Kompensationen müssen die Eingriffe in die Landschaft bestmöglich ausgleichen. Entsprechende Flächen sind bereits im Blick.



Max Heß kennt als Agraringenieur die Sorgen der Landwirtschaft genau. Die wertvollen landwirtschaftlichen Böden, die für das geplante Industrievorsorgegebiet weichen müssten, waren auch eines der intensiv nachgefragten Themen. Hier werden bereits Möglichkeiten erörtert, den Boden an anderer Stelle in der Region weiter zu nutzen. In der Gesamtabwägung ist aber damit sehr wenig Ackerfläche betroffen, bezogen auf die großen landwirtschaftlichen Flächen, die in Sachsen bewirtschaftet werden.  

Für einen harmonischen Übergang vom Industriegebiet in die umliegende Landschaft ist ein grüner Gürtel geplant, der nicht nur neue Freizeitangebote und Fahrradwege bietet, sondern auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Dabei muss man natürlich beachten, welche Pflanzen dem Klimawandel am besten gewappnet sind. Außerdem ist der Grüngürtel ein wichtiger Faktor in der Abschirmung der Industrieanlagen.

Eine Grünstruktur muss jedoch wachsen und wird auch nicht die gesamte Höhe der entstehenden Gebäude abdecken können. Für eine harmonische Eingliederung ist auch die Gestaltung der Fassaden, zum Beispiel mit Begrünung, wichtig. Angeregt wurde, dass Radwege in diesem Gürtel nur sinnvoll sind, wenn die Anbindung ins Umland ebenfalls ausgebaut wird.  

Ein wichtiges Thema war, wie Ausgleichsflächen für Tiere wie die Feldlerche oder den Feldhamster geschaffen werden, die möglicherweise ein noch besseres Potential für die Artenvielfalt bieten. Denn landwirtschaftliche Flächen sind nicht ideal für eine Biodiversität. Wie ein nachhaltiger Flächenkreislauf aussehen kann und wie die Auswirkungen der Bodenversiegelung minimiert werden kann, zeigte Max Heß anschaulich.  

Insgesamt sollen im Industrievorsorgegebiet 69 Hektar Grünflächen entstehen, wobei der grüne Gürtel mit 61 Hektar noch einmal dazu kommt. Viele Anregungen der Gäste wurde auch beim Thema Natur und Grünordnung notiert und in die kommenden Gespräche mitgenommen.  

 

Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, um in der Region keinen ökologischen Nachteil entstehen zu lassen.



Einen sehr konstruktiven Dialog mit vielen weiterdenkenden Fragstellungen erlebte auch Dr. Mark Husmann von der ICL, der seine Erfahrung aus vielen ähnlichen Projekten einbrachte. Er machte deutlich, dass ein solches Vorhaben vor allem eine bessere Infrastruktur bei Wasser- und Energieversorgung bringen kann. Mit einer 14 Kilometer langen neuen Trinkwasserleitung und einer 18 Kilometer langen Abwasserleitung soll nicht nur das Industrievorsorgegebiet versorgt werden. Damit wird auch das Netz der Gemeinde und der Region mit notwendigen neuen Leitungen gestärkt. Ein großes Thema ist dabei natürlich die Aufbereitung, die im Gebiet selbst mit einer Kläranlage vorgenommen wird.

Bei immer öfter auftretenden Starkregenereignissen kam die Frage auf, ob das Gebiet auch große Mengen aufnehmen kann. Hier habe man bereits genau hingeschaut, werde aber gern noch einmal nachrechnen, um die zu erwartenden Spitzen beim Niederschlag exakt einzubeziehen. Insgesamt helfen begrünte Dächer, Regenrückhaltebecken und generell viele Grünflächen zum Beispiel auf Parkplätzen.

Eine groß angelegte Energieversorgung kann auch neue Perspektiven bei den erneuerbaren Energien bringen. Dass schnelleres Internet eine Grundvoraussetzung für Zukunftstechnologien ist, sei ohnehin klar, betonte Husmann. Die neuen Glasfaser-Leitungen bringen dann auch die Haushalte ans Netz, die bisher abgehängt sind.  

 

Die gesamte Region wird von der neu entstehenden Wasser- und Energieinfrastruktur profitieren können



Zusammenfassung, Dank und Ausblick

Zum Abschluss des ZUKUNFTSFORUMS versammelten sich alle Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit den Experten noch einmal im Auditorium, um ein Fazit der Veranstaltung und der wichtigsten inhaltlichen Punkte zu ziehen.

Die gesammelten Anregungen und Fragen, wenn sie auch keine offiziellen Eingaben im Planungsverfahren sind, wurden dokumentiert. In den kommenden Veranstaltungen werden die Themen vertieft, bisher unbeantwortete Fragen behandelt und der Dialog weitergeführt.

Die Erläuterung und Darstellung der komplexen Zusammenhänge, der konstruktive Dialog, die vielen Gespräche auch am Rande der Thementische hat den Bürgerinnen und Bürger sehr gefallen, bedankte sich der Beauftragte für Großansiedlungen Dirk Diedrichs zum Ende der Veranstaltung.

Bürgermeister Steve Ganzer bedankte sich abschließend noch einmal für den konstruktiven Austausch. Es sei eigentlich nicht üblich, dass Bebauungspläne in solch einem öffentlichen Format so detailliert besprochen werden. Nur so könne man aber eine gemeinsame Grundlage und Idee von einer Zukunftsregion Wiedemar entwickeln.

Weiterführende Informationen zu den Planungsunterlagen:

Die Gespräche über das geplante Industrievorsorgegebiet gehen weiter. Die Planungsunterlagen sind veröffentlicht und können von allen Bürgerinnen und Bürgern über das Bürgerbeteiligungsportal des Freistaates Sachsen eingesehen werden. 

Bleiben Sie mit uns im Dialog
und immer aktuell!